Tuesday, June 10, 2014

Leidenschaft zur Problembewältigung

Ich habe es an Luna, meine Hundin beobachtet. Sie wollte auf dem Bett springen. Doch nach ein paar Mal, wo sie es nicht geschafft hat, hat sie das gelassen oder uns angebellt damit man sie hilft. Später kam ein Teppich vor dem Bett.
Seitdem fühlt sie sich sicher, weil sie nicht abrutschen kann, und springt elegant auf dem Bett.

Als Sie dann endlich ihren Problem gelöst hatte, kam das nächste: wie komme ich wieder runter, wenn Teppich weg ist? Man hat gesehen, wie sie rechts und links lief, auf dem Bett, nach der Suche nach eine Stelle, wo etwas niedriger/einfacher ist, und sie entschied sich für eine Stelle wo die Decke etwas nach unten gerutscht war.

Wir alle haben Probleme, die scheinbar nicht lösbar sind. Oft wollen wir das Problem nicht sehen. Aber vor allem viele von uns fragen sich ständig: WANN WERDE ICH ENDLICH KEINE PROBLEME MEHR HABEN? Andere sagen sich: Wenn ich ENDLICH DIES ODER DAS ERREICHE, dann habe ich keine Probleme mehr....
Doch solange man sich nicht seine Probleme stellt, werden diese immer wieder kommen. Solange man nicht akzeptiert, dass wenn man Probleme löst, dann automatisch weitere, manchmal sogar größere Probleme kommen ( weil das Leben, das wachsen ist: Problembewältigung ), dann wird man immer Probleme als Problem, anstatt als Geschenk, als Chance zu wachsen, sehen.

Ist das nicht immer so gewesen? wir kommen auf der Welt und wir schreien, und suchen Schutz und Hilfe. Wir verstehen dass wenn wir laufen lernen, dann sind wir unabhängiger, doch dann stolpern wir. Es geht immer so weiter, dass wir immer uns freuen endlich einen Berg besiegt zu haben, dann geht es wieder runter und dann kommt noch ein höheren Berg.

Aber warum spricht das Leben oder Gott so zu uns, warum kann das Leben nicht einfacher sein?
Probleme-geben ist die Art und Weise, wie man mit uns Menschen, Tiere und Pflanzen spricht. Es ist eine Sprache - entweder man akzeptiert sie, oder man kommt nicht weiter. Die Evolution ist eine Geschichte von Probleme-Bewältigung. Weil Probleme nicht Probleme sind, sondern eine Aufforderung besser zu werden. Wenn man diese Sprache versteht, kann man endlich sich freuen und Spass haben, und nicht "damit leben zu müssen" sondern sich freuen, aufzstehen und zu sagen: heute will ich unbedingt dieses Problem untersuchen und die Lösung finden.

Finden wir eine Lösung, machen wir eine Erfahrung, die uns zu den nächsten Level bringen.
Als ob wir Steve Jobs wären: wir haben ein Computer gebaut, doch dann musste diesen Computer besser werden, schöner, und wieder Arbeit, wieder Probleme: entweder entwickelt man eine Leidenschaft zur Problembewältigung, oder man verliert sich, man verliert die Chance sich zu freuen, Glück zu verstehen, unser Leben zu verbessern, etws aufzubauen.

Typische Phasen der Problembewältigung in der Psychologie:

Phase des Nicht-Wahr-Haben Wollens: 
Wir wehren uns gegen die Veränderung:
“Ach, was..."
Empfindungslosigkeit, Leere, wie versteinert sich fühlen.

Phase der hereinbrechenden Gefühle  “Warum ausgerechnet ich?” “Was habe ich getan, dass GERADE mir dieses Schicksal widerfährt?”
Diese Phase ist sehr schwer auszuhalten, die Gefühle brechen herein wie ein Orkan.

Phase der Neuorientierung 
 “Vielleicht könnte ich…”
Phase des Suchens, des Akzeptierens, des wieder-Freude-fühlen-können

Phase der Neues Gleichgewicht
Wir erkennen, dass in der Krise auch Chancen liegen und die Möglichkeit zur Veränderung.

Denk jetzt an ein "Problem" was dich gerade beschäftigt: bei welche Phase bist du gerade und wie kannst du zum nächsten Level kommen? Wo ist das "Geschenk" in dieses Problem, wie kann dich die Bewältigung dieses Problems voran bringen im Leben?

Für mich ist diese Leidenschaft zur Problembewältigung so ausgeprägt, dass ich daraus mein Beruf gemacht habe - ich coache Menschen dazu zu verstehen, wie sie mit Probleme umgehen können. Es macht mir einfach Spaß, ich hab einfach Freude an Probleme bewältigen, auch wenn diese unlösbar erscheinen.


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